kurs_kritisDas Thema Stromausfall ist gegenwärtig medial sehr präsent, beispielsweise in Filmen, aktueller Belletristik und der Presse. Studien zum Thema beschäftigen den Bundestag sowie den Berliner Senat. Dabei steht der Stromausfall exemplarisch für die Abhängigkeit moderner Gesellschaften von kritischen Infrastrukturen (KRITIS) generell. Aufgrund der zunehmenden technischen Vernetzung aller Lebensbereiche steigen die Auswirkungen von vermeintlich unbedeutenden Störungen. Unter Bedingungen der Globalisierung können selbst entfernte Ereignisse in allen Teilen Europas lokal zum Ausfall von kritischen Infrastrukturen führen, die weit mehr als nur die Stromversorgung umfassen, sondern sämtliche Lebensbereiche radikal beeinflussen. Gleichzeitig existieren kaum Routinen und Verfahren, um den Ausfall kritischer Infrastrukturen kompensieren zu können. Dieses Seminar möchte Sie über die möglichen Schwierigkeiten, die im Bereich der Infrastruktur von Städten und Gemeinden auftreten können, informieren. Ihnen werden dabei die einzelnen kritischen Infrastrukturen und deren Vernetzung präsentiert. Bedrohungen und Gefährdungen sowie Auswirkungen des Ausfalls kritischer Infrastrukturen werden sektoral thematisiert. Abschließend werden mögliche Vorsorgemaßnahmen, die Organisationen des Krisenmanagements in einer Verwaltung und die mögliche Zusammenarbeit mehrerer Behörden und Hilfseinrichtungen im Krisenfall vorgestellt.

 

Zielgruppe

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Gemeiden und Behörden 

 

Inhalt

Sie erhalten einen Überblick über folgende Seminarinhalte:

  • Kritische Infrastrukturen
  • Gefährdungen kritischer Infrastrukturen
  • Systemische und symbolische Kritikalität, Verletztlichkeitsparadox
  • Energieversorgung
  • Informations- und Telekommunikation (IKT)
  • Versorgungsengpässe: Wasser – Ernährung
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
  • Entsorgung – Abwasser – Müll
  • Verkehr und Transport
  • Behörden und Öffentliche Einrichtungen
  • Banken und Wirtschaft
  • Lücken in der Gefahrenabwehr
  • Selbsthilfefähigkeiten der Bevölkerung
  • Risiko- und Krisenkommunikation
  • Gefahrenabwehrplanung & Vorsorgeplanung
  • Selbstschutz in Unternehmen
  • Notstromversorgung

 

Methoden

  • Trainer-Input mit Praxisbeispielen
  • Intenisve Plenums- und Gruppenarbeit
  • Szenarioentwicklung

 

Termine

9./10./11. Februar 2018 8.30-17.30 Uhr

oder nach Vereinbarung (eintägig/zweitägig/Module)

 

Ansprechspartner*in

Daniel F. Lorenz, M.A. (kontakt@a-kfs.,de)

 

Ort

Berlin oder nach Vereinbarung

 

Kosten

N/A