Eine effektive Warnung informiert und befähigt die Bevölkerung, angemessen auf konkrete Gefahrenlagen zu reagieren. Warnende Behörden in Deutschland verfügen jedoch bislang über keine systematischen Instrumente, um Warnreaktionen und -bedarfe der Bevölkerung kontinuierlich und lagebegleitend zu erfassen. Dieses Wissensdefizit erschwert die unmittelbare Anpassung von Warnstrategien hinsichtlich Warninhalt, -zeitpunkt sowie Vorbereitungs- und Nachbereitungskommunikation.

Die Vorstudie hat zwei Kernfragen: Welche Methoden eignen sich, um Warnreaktionen und -bedarfe der Bevölkerung lagebegleitend zu erfassen? Und wie können diese Erkenntnisse so aufbereitet werden, dass warnende Behörden Warninhalt, -zeitpunkt und -reichweite auf Basis empirischer Daten anpassen können? Dafür wird der internationale Forschungsstand systematisch aufgearbeitet und ein Überblick über potenzielle Methoden von quantitativen Befragungsformaten über Verhaltensdaten bis hin zu qualitativen Ansätzen sowie deren Eignung für eine lagebegleitende Evaluation erarbeitet.

Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Laufzeit: Juni 2026 – September 2026

Kontakt

Akademie der Katastrophenforschungsstelle (AKFS) gGmbh

Dr. Katja Schulze (Projektleitung)
E-Mail: schulze@a-kfs.de