Bewusst herbeigeführte Gewalttaten mit einer großen Anzahl an Betroffenen, wie der Messerangriff während des „Festivals der Vielfalt“ in Solingen am 23. August 2024, erschüttern nicht nur die unmittelbar Verletzten, Angehörigen, Augenzeug*innen und Ersthelfende. Sie können auch die Alltagsordnung einer gesamten Stadtgesellschaft unterbrechen und sie einer tiefgreifenden kollektiven Verunsicherung aussetzen, die leicht von destruktiven politischen Kräften instrumentalisiert werden kann.

Bislang fehlen betroffenen Kommunen aber meist praxistaugliche Orientierungs- und Handlungshilfen für die Bewältigung solcher Lagen. AKTIV-Prepared setzt hier an, um die kommunale Resilienz zu stärken.

Die zentrale Innovation von AKTIV-Prepared liegt in der Verbindung von sozialwissenschaftlicher Katastrophen- und Krisenforschung mit unmittelbar nutzbaren kommunalen Handlungsinstrumenten. Hierzu werden den Kommunen neben Hintergrund- und Arbeitsberichten konkrete, praxisorientierte Handzettel und Checklisten an die Hand gegeben. Dazu gehören Empfehlungen für Erstkommunikation, öffentliche Trauer- und Solidaritätsformate, den Umgang mit Gedenkorten sowie längerfristige Maßnahmen zur Förderung sozialen Zusammenhalts. Außerdem initiiert AKTIV-Prepared die Vernetzung betroffener und interessierter Kommunen.

Laufzeit: Juni 2026 – November 2027


Hier finden Sie eine Übersicht zum Projekt. 


Kontakt

Akademie der Katastrophenforschungsstelle (AKFS) gGmbh

Prof. Dr. Martin Voss (Projektleitung)
E-Mail: voss@a-kfs.de

Nicolas Bock (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
E-Mail: bock@a-kfs.de

Dr. Nikola Tietze (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
E-Mail: tietze@a-kfs.de

Peter Windsheimer-Kolla (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
E-Mail: windsheimer-kolla@a-kfs.de